Bekanntmachung Nr. 17/2026: Großaufträge brauchen Einzelfallgenehmigung — Bearbeitung 30–45 Tage.
| Position | Vor 2026-06-01 | Ab 2026-06-01 |
|---|---|---|
| LFP-Zellen | Allgemeingenehmigung | Einzelfallgenehmigung > 1 GWh |
| NMC-Zellen | Allgemeingenehmigung | Einzelfallgenehmigung > 0,5 GWh |
| BMS-Software | frei | Endverbleibserklärung erforderlich |
| Zellfertigungs-Equipment | frei | Genehmigung > 100 Mio. CNY Auftragswert |
✦ Einkäuferperspektive — Wer in H2 2026 ein > 1 GWh Storage-Projekt plant: Lieferant muss die MOFCOM-Lizenz proaktiv beantragen — diese Lead-Time muss in den Vertrag (Liefertermin = MOFCOM-Bestätigung + 60 Tage). Vorzugsweise Kunden mit Erstantrag-Erfahrung wählen (CATL, BYD, EVE, Hithium).
Was geregelt wird
Mit Bekanntmachung Nr. 17/2026 verschärft das chinesische Handelsministerium (MOFCOM) ab dem 1. Juni 2026 die Exportkontrolle für Lithium-Batterietechnik. Kern der Änderung: LFP-Zellaufträge über 1 GWh und NMC-Aufträge über 0,5 GWh brauchen künftig eine Einzelfallgenehmigung statt der bisherigen Allgemeingenehmigung. BMS-Software erfordert neu eine Endverbleibserklärung, Zellfertigungs-Equipment ab 100 Mio. CNY Auftragswert eine eigene Genehmigung. Die offizielle Bearbeitungszeit liegt bei 30–45 Tagen.
Einordnung für Einkäufer
Für die Mehrzahl der deutschen Mittelstandsaufträge ändert sich nichts — die Schwellen liegen weit über typischen Bestellgrößen. Kritisch wird es für Großspeicherprojekte: Wer für H2 2026 ein Projekt über 1 GWh plant, muss die Genehmigungs-Lead-Time in den Vertrag einbauen. Praktikable Formel: Liefertermin = MOFCOM-Bestätigung + 60 Tage, mit dokumentierter Antragspflicht des Lieferanten.
Bei der Lieferantenwahl zählt jetzt Verfahrenserfahrung: CATL, BYD, EVE und Hithium haben Exportgenehmigungen bereits routiniert durchlaufen. Bei kleineren Herstellern sollten Sie sich den Stand des Antragsprozesses schriftlich bestätigen lassen — ein abgelehnter Erstantrag kostet schnell ein Quartal.
Quelle: www.mofcom.gov.cn